..und es wird noch heißer

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Selamat Siang aus Bali!
Auf halbem Weg wieder zurück Richtung Heimatland, sind wir für den letzten längeren Stopp nochmal in Denpasar aus dem Flugzeug gestiegen. Angekommen, gab es wieder das bekannte Begrüßungskommitee aus grölenden Taxifahrern. Wir konnten aber bequem unserem zuvor organisierten (und diesmal auch gefundenen) Fahrer folgen, der uns zu unserem Appartment am Rande Ubuds fuhr.
In Denpasar passierten wir riesige Häusern und Hotels, meterhohe Leuchtreklamen und Massen an Menschen, die auf den Fußwegen saßen oder ebenfalls im Verkehr fest steckten (man bedenke, es war Sonntag Nacht, gegen halb zwölf). Es war sehr laut und sehr groß. Fast so, wie wir uns New York vorstellen. Nur in heiß und tropisch. Und indonesisch halt.
Und uns fielen die Karawanen an Mopeds auf, fast viermal so viele wie Autos auf den Straßen, die sich non-stopp zwischen den Autos durchschlängelten. Von den etwas “nachsichtigen” Polizisten in Bali hatten wir ja schon gehört, aber nicht erwartet, dass Vierzehnjährige Roller (also Moto-” “!) fahren. Eine Mutter hatte sogar ihren sechsjährigen Sohn vorne drauf, der ein Baby hielt!Nachdem wir die Hauptstadt hinter uns ließen und uns Ubud näherten, wurde es dann ruhiger und grüner.IMG_3343

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Unser Apartment ist so wie wir uns das von den Fotos erhofft haben!
Mal abgesehen von den vier Stockwerken in den Keller, da unser Apartment in einem Gebäude am Abhang liegt und sich nach unten erstreckt. Der unglaubliche Blick auf die Reisterrassen gegenüber entschädigt das Treppensteigen aber wieder.IMG_3041
Nach einer himmlischen Nacht im Himmelbett (unter dem Ventilator) wagten wir uns nach draußen in die 31°C vor und erkundeten den Weg zum nächsten Café. Das Café Vespa sollte dann auch unser Stammkaffee-Café werden für die nächsten Vormittage. Auch hier gibt es wieder Unmengen Kokosnüsse, aber zusätzlich noch eine vieeel größere Auswahl an Säften, Eistees und Smoothies als auf Samoa. Mit allerhand Obst- und Gemüsesorten und Gewürzen.
Ubud gilt als das “kulturelle Zentrum” Balis und ist das Mekka für alle, die Yoga mögen, Spas und Heilbäder, gesunde Tees und Säfte und sehr, sehr leckeres Essen aus den frischesten Zutaten. So kommen dir schonmal Restaurantbesitzer mit Hühnern oder einer handvoll Kokosnüsse entgegen. Als ich einen Wassermelonen-Frapée bestellte, ist der eine Kellner nochmal auf dem Roller losgedüst und hat eine Wassermelone geholt.IMG_3152
Über 90 Prozent der Balinesen sind Hinduisten, Traditionskultur gibt es hier also auch sehr viel. Die Straßen und Wege sind von (Familien-)Tempeln und Opferstöcken gesäumt und vor jeder Haustür liegen kleine Schalen aus Blättern, in denen Blumen und kleine Reisportionen oder Cracker für die Götter und Geister liegen. Alle paar Tage finden Zeremonien statt (das merkt man immer daran, dass der Verkehr stockt).
Am Montag Abend sind wir noch Abend essen gegangen und Frederik hat sich direkt an das scharfe Nasi Goreng heran getraut, dass 10 “Feuerstufen” hatte. Trotz Warnung der Kellnerin. Das brachte ihn ganz schön ins Schwitzen und bis zum dritten Tag noch einen wunden Mund. Das hat auch gereicht – bis jetzt.
An Tag 2 liefen wir in die Innenstadt, wo wir uns den Kunstmarkt ansahen und lernten, dass man auf Bali nicht zimperlich sein darf mit dem Handeln.IMG_3025IMG_3062 Dass das nahezu erwartet wird. Wir nahmen ein Stück in die Hand und fragten nach dem Preis. Nachdem der Händler diesen nannte, sahen wir uns zögerlich an. Daraufhin schlug uns der Händler (geradezu darum bettelnd) vor, doch mit ihm zu handeln.
Fazit heute: Jeder Preis, der über der Hälfte des zuerst angesetzten liegt, ist willkommen.
Am nächsten Tag sollten wir endlich unseren Roller bekommen! Und Frederik seine erste Rollerfahrt. Die machten wir zum Monkey Forest.IMG_3071 Hier trafen wir bestimmt die gesammelten Touristen Ubuds an und darüber hinaus. Auch wenn die Affen schon auf der Straße vor dem Eingang herumliefen und Früchte mopsten, lohnte sich der Eintritt. Der Forest ist größtenteils naturbelassen, mit einigen wenigen prachtvollen Tempeln und Brücken und somit schon einen Blick für sich wert. Die Affen sprangen eher nebensächlich an den Lianen hoch oder lagen auf dem Rücken in der Sonne. Trotzdem haben wir natürlich auch jede Menge Affenfotos.
Einen Tag verbrachten wir in einem Ort mit wunderbarem Blick auf den Mount Batur (bzw auf dem Roller hin und zurück), statt ihn aber zu besteigen, sahen wir uns den Pura Ulun Danu Batur an, wofür wir uns gleich jeder einen Sarong beschafften, da wir einen Tempel andernfalls nicht betreten dürften.

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Am folgenden sahen wir uns Kuta an, eine nochmal ganz andere Seite Balis. Hier reiht sich ein Resort an das andere und ein Club an den anderen. Es gibt diverse Restaurants und Bars mit den besten Happy Hour-Angeboten und viele, viele Kleidungs- und Schmuckgeschäfte. Und jede Menge Australier, die zum Trinken und Feiern herkommen.
Am Ende des Tages waren wir froh, wieder in Ubud zu sein.
Das ist unsere erste Woche. Namaste.IMG_3214