Barfuß durch den Herbst

IMG_1949Nach einer anstrengenden und gleichzeitig sehr schönen Zeit bei Anne und Alan in Lincoln, packten wir Rucksäcke und Taschen wieder in unser fahrendes Zuhause und verabschiedeten uns Richtung Hanmer Springs. Hanmer Springs ist durch und durch ein Touristenort. Ebenso für die Ausländer, als auch für die Kiwis (wie sich die Neuseeländer gerne nennen) selbst. Die Leute liefen, obwohl es nicht sehr warm war, teilweise nur mit Badeanzug und Handtuch bekleidet von einem Spa zum nächsten. Wir hingegen zogen wieder die Wanderschuhe vor und liefen durch einen Wald, in dem bunt zusammengewürfelt aus aller Welt Bäume wuchsen, die Eiwanderer vor Jahren nach NZ brachten.DSC_0172
Wir durchquerten den Lewis Pass und machten uns weiter Richtung Norden auf, denn auf der Südinsel blieb uns jetzt noch gut eine Woche. Die nutzten wir, indem wir Die Golden Bay entlang zur südlichen nördlichsten Spitze, dem Farewell Spit fuhren.DSC_0163Die Golden Bay wird ihrem Namen mehr als gerecht! Wir hatten bestimmt die schönsten Strandausblicke bisher. Der kalte Wind hielt uns leider aus dem Meer fern.
Dank Frederiks gut gestreuter Kontakte, hatten wir den Luxus danach noch weitere drei Nächte in einer der Ocean View Chalets zu verbringen, die sich in Marahau, sozusagen der Eingangspforte zum Abel Tasman National Park befinden. Diesen Vorteil nutzten wir und buchten uns Kanus mit denen wir einen Teil der Parkküste umpaddelten und von da aus die 12 Kilometer zurück wanderten. Die Kanutour bot uns die wunderschönsten Ausblicke, bei auch auch noch perfektem Wetter. Wir hielten zwischendurch auf der Adele Island zum Lunch, und gerade in dem Moment kamen vier Babyseehunde angeschwommen, die gegeneinander um die Wette schwommen und zwischendurch auch mal den Kopf aus dem Wasser streckten.IMG_2026
IMG_2039Am nächsten Tag steckte uns der Muskelkater in Armen und Beinen, aber es hat sich allemal gelohnt!
An einem der Abende nahm uns Frederiks Cousine (-über-ein-paar-Ecken) mit ein paar Freunden mit zum Tablequiz in der örtlichen Bar. Nachdem wir erstmal mit dem neuseeländischen Slang zu kämpfen hatten, IMG_2016drehten sich auch die Fragen eher so um nationale Themen. Wie auch immer, wir machten den zweiten Platz und hatten einen sehr lustigen Abend!IMG_2032
Als letzten Ort der Südinsel hoben wir uns Nelson auf. Nelson ist ein schönes Städtchen, doch mit keinem uns jetzt aufgefallenen besonderen Merkmal. – BIS AUF den Spanier (Café Max), wo wir uns eine himmlische Tapasplatte teilten.
Am ersten Mai nahmen wir also die Fähre. Abends erreichten wir noch gerade rechtzeitig den Ranger des Kaitoke Regional Parks und blieben dort für die Nacht. IMG_2158Hier befindet sich gleichzeitig wie ich mir habe sagen lassen (für die LOTR-Fans unter uns),IMG_2156 der Drehort für Bruchtal und das Ufer, wo Aragorn an Land geschwemmt wird. Nach einem kurzen Track durch die Landschaft, dachten wir uns doch auch mal den dritten der bekanntesten Weingebiete Neuseelands anzusehen und brachen nach Martinborough auf. Dort probierten wir uns wieder durch verschiedene Weinsortimente, von denen wir letztlich einen “Martinborough Vineyard Riesling” in unser Autosortiment aufnehmen mussten. Beim Ausschenken waren die Sommeliers wieder ganz und gar nicht zurückhaltend und ich als glückliche Beifahrerin ließ es mir besonders schmecken.
Zwei Nächte ruhten wir uns in Porangahau aus, der sich neben einem der Orte mit dem weltlängsten Namen befindetIMG_2205 (“Taumatawhakatangi­hangakoauauotamatea­urehaeaturipukakapikimaunga­horonukupokaiwhen­uakitanatahu”).
Gestern sahen wir uns Hastings an und bestiegen danach den “Te Mata Peak”, mit einer sehr schönen Aussicht über die Hawke’s Bay. Und heute sind wir wieder im schönen Napier gelandet, wo wir bis morgen noch die Stadt genießen. IMG_2221 IMG_2252