Sonnenbrand, Beißerfliegen und die schönste Stadt der Nordinsel

Was macht man auf einer Sonnen-Insel mit Sonnenbrand? Frederik hats am Rücken erwischt, mich an den Beinen, besonders in den Kniekehlen. Wandern? Surfen? Schwimmen? Am Strand liegen? Das haben wir uns vier volle Tage lang gefragt. Wir haben die neuseeländische Sonne etwas unterschätzt und den ersten Strandtag etwas zu sehr genossen. So dass wir die Tage darauf die Folgen tragen mussten. Und eben mit diesen Fragen beschäftigen. Den ersten Tag haben wir in Pauanui auf dem Parkplatz verbracht. Mit Blick auf den Strand – durch das Rückfenster. Bis uns das zu sehr frustriert hat, und wir nachmittags spontan entschieden, einfach weiterzufahren. In Whangamata sind wir wieder ausgestiegen, um uns ” New Zealand’s favourite Surfer-Beach” anzugucken. Wir haben uns einen Campingplatz in der Nähe gesucht und durften nach einer schlaflosen Nacht feststellen, dass es neben den gewohnten Mücken auch noch fiese, als harmlose Fliegen getarnte, Beißerfliegen gibt, die darauf stehen, in Füße zu beißen. Übersät mit roten Stichen auf bereits rotem Grund, hatten wir genug und fuhren ein ganzes Stückchen weiter, nach Tauranga, wo der bekannte 232m hohe Mount Maunganui steht. Den zu besteigen wir uns aber immer noch außer Stande sahen. Also stellten wir uns mit unserem Auto in den McLaren Falls Park, wo wir endlich mal wieder eine ordentliche Dusche mit Warmwasser genießen konnten.IMG_0895 Für den nächsten Tag nahmen wir uns vor, den Mount Maunganui von unserer To-Do-Liste abzuarbeiten. Der Plan löste sich IMG_0938 aber ganz schnell wieder in Luft auf, als wir sahen, was für Massen sich zum Fuß des Berges drängten. Eine Mischung aus örtlicher Schickeria und Kniestrumpf-Touristen. Also machten wir schnellstens wieder kehrt und fuhren nach Rotorua, wo wir uns die Geysire im “Geothermal Valley” ansahen. Eine Augen-, aber wirklich keine Nasenweide, die Schwefeldüfte haben uns ganz schön benebelt und unseren Schritt deutlich beschleunigt..
Von dem ersten wieder aktiven Tag ganz schön geschafft, konnten wir das erste mal seit dem verheerenden Strandtag wieder richtig gut einschlafen. Am Montag fuhren wir nach Ohope, wo wir den dreistündigen Kohi Point Track liefen, der IMG_0909unsere Waden ganz schön forderte, was auch danach noch zu spüren war. IMG_0922Nächster Stop war in Gisborne, eine ganz schön verschlafene und langweilige Kleinstadt, dann die Mahia Peninsula, an der Hawkes Bay entlang nach Te Awanga, da wir in Napier keinen Schlafplatz fanden. Gestern liefen wir dann das “Cape Kidnappers” ab, dass seinen Namen James Cook zu verdanken hat, der behauptete, dass hier Maori versuchten, einen seiner Männer zu kidnappen. Im Gegensatz zu Maunganui aber ein ruhiger Wanderpfad. Nur zweimal kreuzte ein Trecker voller asiatischer Touristen unseren Weg, die uns freudestrahlend zuwinkten.IMG_0991IMG_0997

Für die letzte und diese Nacht haben wir jetzt ein Zimmer im Hostel mitten in Napier gebucht und genießen in vollen Zügen das große Bett. Napier ist die bis jetzt schönste Stadt hier. Direkt am Meer gelegen, mit einer Einkaufsmeile und wunderschönen Kunstwerken in der ganzen Stadt verteilt. Die Stadt wurde nach einem Erdbeben 1931 im Art Déco-Stil vollkommen neu wieder aufgebaut, weshalb sich die Einwohner einmal im Jahr passend zu den Gebäuden kostümieren und feiern. Gestern genehmigten wir uns im “Monica Loves” (jeden Besuch mehr als wert) einen Cider aus der örtlichen Cidery.